Was ist SERE Survival?

Eine rostige Wand eines Containers, auf dem eine Zielscheibe aufgemalt wurde

WAS IST S.E.R.E. SURVIVALTRAINING?

SERE Survival steht für „Survival, Evasion, Resistance, and Escape“ (Überleben, Ausweichen, Widerstand und Flucht) und bezeichnet eine spezielle Form des Überlebenstrainings, die von Militär- und Spezialeinheiten durchgeführt wird. Das SERE-Training hat das Ziel, Soldaten auf mögliche Gefahrensituationen vorzubereiten, in denen sie in feindlichem Gebiet gestrandet oder gefangen genommen werden könnten. Auch Zivilisten, profitieren stark von den Erfahrungen aus dem militärischen Bereich. Vor allem, wenn es um die Vorbereitung auf Extremsituationen wie einen Blackout oder gar einen Kriegsausbruch geht.

Was sind grundlegende Bestandteile eines solchen Trainings?

Das Training beinhaltet verschiedene Aspekte des Überlebens in extremen und gefährlichen Umgebungen. Hierzu zählen Techniken und Taktiken, um in der Wildnis zu überleben:

  • Nahrung und Wasser beschaffen,
  • Unterschlupf zu finden oder improvisieren
  • medizinische Notfälle bewältigen.
  • wie man sich vor Entdeckung und Gefangennahme schützt.

Das Evasion-Element des SERE-Trainings befasst sich damit, wie man sich in feindlichem Gebiet versteckt, Tarnung nutzt und die Verfolgung durch Feinde vermeidet.

Resistance (Widerstand) bezieht sich auf die Schulung in der Fähigkeit, Folter und Verhöre zu widerstehen, um wertvolle Informationen zu schützen oder auch sich effektiv gegen Übergriffe zu verteidigen.

Escape (Flucht)* befasst sich mit Techniken, um sich aus Gefangenschaft zu befreien und sicher zurück zur eigenen Einheit oder nach Hause zu gelangen. Demnach ist SERE Survival ein anspruchsvolles Training, das die physische und mentale Stärke herausfordert. Doch nur so kann man sich auf die Bewältigung von extremen Situationen vorbereiten.

Was lernst Du als Zivilist aus diesem militärischem Spezialtraining?

Ein Zivilist kannst du aus dem SERE Survival Training der Spezialeinheiten wertvolle Fähigkeiten und Kenntnisse erlernen. Diese kannst du nutzen, um dich besser auf Krisen- und Extremsituationen vorbereiten können.

Hier sind einige der wichtigsten Lektionen, die aus dem Training übernommen werden können:

Überlebenstechniken

Zivilisten können hier wertvolle Kenntnisse und Praktiken ableiten und lernen, wie man in der Wildnis überlebt, wie sie Nahrung und Wasser finden, ein Feuer entfachen, einen Unterschlupf bauen und medizinische Notfälle behandeln können. Gleichzeitig auch, wie man sich sicherer durch oder aus urbanem Gebiet bewegt. Dieses grundlegende Survivalwissen ist in allen Krisensituationen nützlich. Insbesondere, wenn Ressourcen knapp sind und Hilfe nicht sofort verfügbar ist.

Orientierung und Navigation

Das Training lehrt auch Techniken, um sich in unbekanntem Gelände zu orientieren und ohne GPS oder Karten erfolgreich zu navigieren. Diese Fähigkeiten können in einer Kriegssituation oder bei einer Naturkatastrophe entscheidend sein, um den Weg zu finden und sich sicher durch das Gelände zu bewegen.

Selbstverteidigung und Sicherheit

SERE Survival beinhaltet auch Schulungen in Selbstverteidigung und Sicherheitsmaßnahmen, um sich vor potenziellen Bedrohungen zu schützen. Dies kann natürlich in Zeiten von Konflikten oder sozialen Unruhen von unschätzbarem Wert sein. Du kannst lernen, wie du Gefahren richtig einschätzen, rechtzeitig erkennen und umgehen kannst.

SERE Survival Mind-Set und psychologische Widerstandsfähigkeit

Diese Art des Trainings konfrontiert seine Anwender absichtlich mit Stress und Extremsituationen. Dadurch wird die psychologische Widerstandsfähigkeit gezielt gestärkt. Die Auseinandersetzung mit den Inhalten und Techniken hilft, Angst und Panik in Krisensituationen zu überwinden. So triffst du vernünftigere Entscheidungen, während du deine Handlungsfähigkeit bewahrst.

In diesem Artikel findest du Anregungen zum Training deiner SERE Resilienz und mentaler Widerstandskraft

Mehr über Mentaltraining für Extremsituationen

Geheimhaltung und Tarnung

Zivilisten können lernen, wie sie ihre Spuren verwischen, Tarnung nutzen und Informationen schützen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere, wenn die eigene Unversehrtheit oder die der Nächsten bedroht sind. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist die sogenannte Greyman-Strategie

Kommunikation und Zusammenarbeit

SERE Survival betont auch die Bedeutung von Kommunikation und Zusammenarbeit in Krisensituationen. Zivilisten können lernen, wie man effektiv kommuniziert und mit anderen zusammenarbeitet, um sich gegenseitig zu unterstützen und Lösungen zu finden. Auch in akuten Krisenlagen solltest du erfolgreich Netzwerke mit anderen bilden und Zusammenarbeit anregen können. Dies schafft Ordnung und Struktur, wo es eigentlich keine mehr gibt. Doch im Endeffekt sind alle in entsprechender Lage stark darauf angewiesen. Für Krisensituationen, egal welcher Art, ist beispielsweise LoRa-Funk ein probates Mittel zur Kommunikation. Das LoRa Netz ist in Sachen Krisenkommunikation ein bisher einzigartiges Werkzeug.

Fazit:

Beachte, dass das SERE Survival Training speziell für den militärischen Einsatz entwickelt wurde. Einige Aspekte sind möglicherweise nicht direkt auf zivile Krisensituationen übertragbar. Darum geht es aber auch nicht. Als Zivilist erlernst und adaptierst du vor allem die grundlegenden Überlebensfähigkeiten. Dazu gehört die psychologische Widerstandsfähigkeit und die Strategien, die im Training vermittelt werden. Diese Elemente kannst du trainieren und auf deine Situation oder Bedürfnisse übertragen. SERE Training ermöglicht, sich besser auf Krisensituationen vorzubereiten und auch anderen effektiver zu helfen. So oder so, erhöhen sich Deine Überlebenschancen im Ernstfall drastisch.

Zudem ist diese Art des Survivaltrainings gespickt mit Möglichkeiten sein eigenes Mind-Set zu stählen. Sodass du mental und emotional besser für die realen Anforderungen einer großangelegten Krise und die erwartbaren Belastungen gewappnet bist.

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