Dehydration vs. Extremsituationen: Die Folgen von Flüssigkeitsmangel für den menschlichen Organismus

Unterschätzte Gefahr Dehydration!

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Wasser ist (Über-)Lebensmittel Nr 1!

 
Der Mensch besteht zu 60% aus Wasser. Ein 70Kg schwerer Mensch = 42 l Wasser.  Das zeigt wie wichtig eine regelmäßige Wasserversorgung für den Körper ist. Ohne Wasser kann der Mensch gerade mal 2-3, vielleicht maximal 4 Tage überleben. Der Hungertot tritt im Gegensatz dazu erst nach mehreren Wochen ein. Wasser ist also nicht nur ungemein wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit, sondern direkt für das unmittelbare Überleben!

Der Körper scheidet Wasser aus als:

  • Harn (ca. 1,5l pro Tag)
  • Schweiß (ca. 0,5l pro Tag)
  • Atemluft (ca. 0,5l pro Tag)
 
Das sind also 2,5l die mindestens wieder aufgefüllt werden müssen. Diese Menge steigert sich natürlich bei körperlicher Arbeit, Hitze, Kälte und Stress und kann dann bis zu 10l oder mehr ausmachen. Was passiert wenn ein Wassermangel – man spricht hier von sogenannter Dehydration (= Austrocknung) auftritt? Und wie viel muss man trinken, um immer auf der sicheren seite zu sein?
 

Durchschnittlicher täglicher Wasserbedarf pro Person nach Altersklassen:

 
Säuglinge: 0 – 12 Monate 1l
Kinder: 1- 4 Jahre 1,55 l
Kinder: 4 – 10 Jahre 2 l
Kinder: 10 – 15 Jahre 2,4 l
Jugendliche: 15 – 18 Jahre 2,7 l
Erwachsene: 2,4 l
Schwangere: 2,5 l
Stillende Mütter: 3,2 l
 
Es gibt natürliche vielzählige Faktoren, die bei Menschen zu Austrocknung bzw. Dehydration führen können. Die meisten Faktoren sind auch abseits von Extremsituationen zu berücksichtigen.

Faktoren, die zu Dehydration führen können:

  • Hitze: Bei Hitze verliert der Körper durch Schwitzen mehr Wasser als bei Kälte.
  • Höhe: In der Höhe sinkt der Luftdruck, wodurch der Körper mehr Wasser verliert.
  • Feuchte: In feuchter Umgebung verdunstet Wasser von der Haut und den Schleimhäuten schneller als in trockener Umgebung.
  • Wind: Wind beschleunigt die Verdunstung von Wasser von der Haut und den Schleimhäuten.
  • Körperliche Anstrengung: Bei körperlicher Anstrengung verliert der Körper durch Schwitzen mehr Wasser.

aber auch…

  • Alter
  • Gesundheitszustand bzw. Krankheit
  • Fehlendes Erfahrungswissen und daraus resultierendes Fehlverhalten
  • Verschiedene Medikamente und Drogen
… und viele mehr, können den Körper hinishctlich seines Flüssigkeitshaushaltes zermürben.
 
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Der menschliche Körper besteht also, wie gesagt, zu etwa 60% aus Wasser. Das Wasser ist an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt, wie zum Beispiel der Regulation der Körpertemperatur, der Verdauung und der Aufnahme von Nährstoffen.

Fehlt dem Körper Wasser, kommt es zu einer sogenannten Dehydration, was „Austrocknung“ bedeutet. Die ersten Symptome sind Durst, Unwohlsein und Appetitlosigkeit. Bei fortschreitender Austrocknung können sich weitere Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Muskelkrämpfe einstellen. In schweren Fällen kann es sogar zu Bewusstlosigkeit und Tod kommen.

Wenn die Wasserreserven nicht aufgefüllt werden, reagiert der Körper mit folgenden Symptomen von Dehydration:

 
2,5 % = Durst, Unbehagen, Appetitlosigkeit, Austrocknung schreitet voran
5 % = Übelkeit, beschleunigter Puls, gerötete Haut
 
6-10 % = Kopfschmerzen, Schwindel, Juckreiz, Gliederkribbeln, undeutliche Aussprache, mühsames atmen, unfähig zu laufen
 
10-15 % = geschwollene Zunge, Schlucken wird unmöglich,  Haut schrumpelt, taubes Gefühl in der Haut, Zuckungen, Taubheit, Sehtrübung
 
15-20 % = lebensgefährdend (bei 30 Grad Umgebungstemperatur droht Delirium)
 
25% = Tod selbst in kühler Umgebung
 

Ergo… um Dehydration vorzubeugen, Regel Nr 1: Vorbereitung

In Extremsituationen ist es daher wichtig, sich auf eine mögliche Wasserknappheit vorzubereiten. Dazu gehört es, immer ausreichend Wasser mit sich zu führen und sich über mögliche Wasserquellen zu informieren, sowie ausreichend Erfahrung und Survivalwissen kultiviert zu haben, um im Ernstfall auf der sicheren Seite zu sein.

Optionen der Wassergewinnung in Outdoor Notsituationen:

In der Wildnis kann es schwierig sein, an ausreichend Wasser zu kommen. Mögliche leicht aufzuspürende Wasserquellen sind:

  • Trinkwasserquellen: Dazu gehören Flüsse, Seen, Brunnen und Quellen.
  • Niederschlag: Regenwasser kann gesammelt und gefiltert werden.
  • Schnee und Eis: Schnee und Eis können geschmolzen werden.
  • Pflanzen: Manche Pflanzen, wie zum Beispiel Kakteen, enthalten Wasser.

Natürlich muss man die geeigneten Techniken kennen, um diese Quellen effektiv und sicher nutzbar zu machenund eine Dehydration zu vermeiden!

Ein paar Techniken und Tipps findest du z.B. hier „Notvorrat Wasser und alternative Techniken zur Wassergewinnung in Extremsituationen“ und in vielen anderen Beiträgen in unserem Blog und unseren Social Media Kanälen.

Gleich bekommst du auch eine TOP-Empfehlung des Hauses zu fundierter Survival Literatur von unseren Partnern vom SRSC!

Lösungsmöglichkeiten um an Wasser zu gelangen:

Um an Wasser aus Trinkwasserquellen zu kommen, ist es wichtig, sich vorher über die Qualität des Wassers zu informieren. Bei ungeklärtem Wasser besteht die Gefahr einer Infektion.

Regenwasser kann mit einem Wasserfilter oder einem Wasserreinigungstablett gereinigt werden. Schnee und Eis können ebenfalls mit einem Wasserfilter oder einem Wasserreinigungstablett gereinigt werden.

Pflanzen, die Wasser enthalten, sollten nur in Notfällen verzehrt werden.

Techniken zur Wassergewinnung in der Wildnis:

Es gibt verschiedene Techniken, um Wasser in der Wildnis zu gewinnen. Einige Beispiele sind:

  • Wasserfilter: Ein Wasserfilter entfernt Verunreinigungen aus dem Wasser.
  • Wasserreinigungstabletten: Wasserreinigungstabletten töten Bakterien und andere Krankheitserreger ab. Mithilfe solcher Tabletten kannst du jede Menge Trinkwasser einfach „reinigen“ und teils auch konservieren.
  • „Tau-Sammelvorrichtung“
  • Wassersammlstelle: Ein Wassersammler sammelt Niederschlagswasser. Dies kann schnell mit Behältnissen jeder Art und Form, Folien, Tüten, großen Pflanzenblättern und vielem mehr bei jedem Niederschlag aufgestellt und zur Gewinnung auch größerer Mengen Süßwasser genutzt werden.

Wasser hat immer eine hohe Priorität

Wasser ist in Extremsituationen lebenswichtig. Um sich auf eine mögliche Wasserknappheit vorzubereiten, ist es wichtig, sich mit dem Thema Wassergewinnung in Outdoor Notsituationen auseinanderzusetzen.

Wenn du an einigen praktischen Tipps und Tricks zur alternativen Wassergewinnung und zu möglichen Wasservorräten in der Krisenvorbereitung interessiert bist, dann findest du viele Infos zum Thema in unserem Beitrag: „Notvorrat Wasser und alternative Techniken zur Wassergewinnung in Extremsituationen“ vorbei!

Wenn du richtig tief einsteigen willst, kann ich dir abschließend noch einmal den Ratgeber „Trinkwasser: Basiswissen für Outdoor und Notsituationen“ vom SRSC empfehlen. Er ist tatsächlich ist ein hervorragendes Hilfsmittel für alle, die sich in diesem Thema für noch mehr weiterführende Informationen und Techniken aus der Praxis interessieren!

TRINKWASSER – BASISWISSEN FÜR OUTDOOR UND NOTSITUATIONEN!

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