Umgang mit Kartenmaterial: Scanne und kenne deine Umgebung

Kartenmaterial hilft dir, deine Umgebung strategisch zu nutzen!

Wer sich in seiner Gegend auskennt, ist klar im Vorteil! Definitiv auch außerhalb einer Krise. Wer nämlich weiß wo sich ressourcenreiche Orte befinden, und was man zu welcher Jahreszeit dort findet, spart nicht nur Geld, sondern lebt in den meisten Fällen auch noch gesünder. Wir bezahlen oft horrende Preise für abgepacktes Essen, welches meistens ein paar hundert Meter weiter auf dem Boden liegt. In Zeiten von steigender Inflation und immer größer werdenden Lücken in den Lieferketten macht es also durchaus Sinn, seine Gegend unter die Lupe zu nehmen. Hierzu haben wir eine Beispielkarte angefertigt um zu veranschaulichen wie wir bei dieser Art der Vorbereitung vorgehen.
Das Kartenmaterial
Digital und klassisch
Kartenmaterial Umgebung scannen und kennen Survival & Mind Ressourcen Lager Depot

Klassisch

Wanderkarten eignen sich hierbei besonders gut, weil auch kleine Wege und Trampelpfade verzeichnet sind die du auf Straßenkarten nicht findest, welche aber wichtig für uns sind. Außerdem sind sie meistens Wetterfest.
Wenn du eine Flucht oder größere Reise planst, solltest du natürlich auch die dementsprechenden Karten in petto haben. Ein Straßenverzeichnis aus Deutschland ist aber generell sehr sinnvoll. Es gibt auch gute Karten einzelner Bundesländer.

Digital

Macht in der Vorbereitungsphase auf jeden Fall Sinn, weil es damit einfach leichter und schneller geht zu arbeiten. Der Nachteil liegt auf der Hand, Strom. Wenn dieser ausfällt und wir keine Möglichkeit haben unsere Akkus aufzuladen, war´s das mit den Karten. Deshalb alle Informationen auf die klassischen Karten übertragen.
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Der Bereich dient lediglich dem Beispiel. Die markierten Spots existieren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

Wenn du deine Gegend noch nicht so gut kennst, kannst du dir deine Karte in vier Quadranten aufteilen. Diese spazierst du dann nach und nach ab und notierst dir deine Informationen.

In unserem Beispiel haben wir folgende Ressourcen gefunden:
  • zwei Wasserquellen.
  • vier Orte an denen Essbare Wildpflanzen und Pilze wachsen.
  • zwei Orte mit Obstbäumen.
  • drei Orte mit Nussbäumen.
  • drei Spots mit Fischreichen Gewässern.
zusätzlich haben wir drei Treffpunkte sowie Vorratsdepots bestückt und markiert.

Treffpunkte

Jeder der in deine Pläne eingeweiht ist, sollte natürlich wissen wo ihr euch im Notfall trefft. Wir haben unsere Treffpunkte so gewählt, dass je nach Situation und Umstand ein sinnvoller Treffpunkt ausgewählt werden kann. Wichtig. Hier dürfen keine kommunikativen Fehler entstehen. Wäre blöd wenn ihr im Notfall an verschiedenen Orten steht weil sich nicht klar ausgedrückt worden ist. Solche Fehler können im Worst Case verdammt viel kosten.
 
Die nummerierten Treffpunkte
  1. Ziemlich zentral wenn es schnell gehen muss oder jemand Hilfe benötigt.
  2. Außerhalb und fern von Straßen und Autobahnen. Hier ist eine Flucht ohne Auto geplant.
  3. Randgebiet der Ortschaft um schnell mit dem Fahrzeug auf Autobahnen, Land-o. Bundesstraßen zu gelangen. Vorsicht, Straßen können auch schnell zur Falle werden! Wenn nämlich hundert oder sogar tausende andere Menschen auf die Idee kommen mit dem Auto zu fliehen, sieht es schnell scheiße aus.

Vorratsdepots

Sie benötigen schon etwas mehr Aufwand, machen aber definitiv Sinn. Hierbei muss zwingend darauf geachtet werde, dass dich niemand beim anlege der Depots sieht und somit weiß, wo du was verbuddelt hast. Sollte dich doch mal jemand  ertappen und fragen was du da treibst, kannst du ihm sagen, dass du Geocaching Stationen errichtest, das zieht so gut wie immer😉.
Außerdem sollten deine Depots natürlich von niemandem gefunden werden, weshalb du mit absoluter Sorgfalt an die Sache ran gehen solltest.
 
Folgende Orte eignen sich unserer Meinung nach gut für das anlegen von Depots:
 
  • Abschließbare Kellerräume
  • Schließfächer (bedingt zu empfehlen weil kosten Geld und befinden sich meistens in Ballungszentren)
  • Wälder (beim verbuddeln unbedingt darauf achten, dass keine Feuchtigkeit an die Sachen kommt)
  • Lost Places (bedingt zu empfehlen weil die Szene immer größer und populärer wird. Viele Lost Places sind gar nicht mehr so lost.)
 
Du siehst also, Krisenvorbereitung muss nicht immer viel Geld kosten. Natürlich investiert man hier einiges an Zeit und der Aufwand ist je nachdem wie man es angeht auch nicht ohne. Aber sind wir mal ehrlich, für das kartographieren deiner persönlichen Karte musst du lediglich spazieren gehen, und sollte es eines Tages zum Worst Case kommen, bist du mit hoher Wahrscheinlichkeit froh über deine vorher investierte Mühe.
 
Good Luck.

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