Prepping 1×1: Wasservorrat und alternative Wassergewinnung
Ein vernünftiger Wasservorrat und Techniken zur Wassergewinnung im Notfall*:
Wasser bildet nach Luft die wesentliche Grundlage Ihres biologischen Überlebens. Ganz ohne Wasser kann ein Mensch nach 2-3 Tagen verdursten, so die konventionelle Angabe. Der menschliche Körper besteht zu 60-70% aus Wasser. Bereits verhältnismäßig kleine Wasserverluste von 5-10% können den Wasserhaushalt des Körpers in ein solches Ungleichgewicht bringen, dass die allgemeine physische und psychische Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt wird. Dabei kann es bereits zu massiven Bewusstseinstrübungen kommen. Die Versorgung mit frischem Trinkwasser hat also eine sehr hohe Priorität in Krisensituationen. Es ist wichtig, dass du bei der Vorbereitung deiner Trinkwasservorräte auf Nummer sicher gehst und zusätzlich zu deinem Lager Möglichkeiten bereitstellst auch schmutziges Wasser zu filtern bzw. natürliche Wasserquellen als Alternativen effektiv nutzen zu können. Dieser Artikel bietet einen Überblick über das Anlegen von Wasservorräten für Zuhause, thematisiert aber auch die Wasserbeschaffung aus natürlichen Quellen der Natur.
Das klassische Survivalwissen warnt uns, dass unter körperlicher und psychischer Belastung Dein individueller Trinkbedarf um mehrere Liter pro Tag ansteigen könnte. Dies ist sicherlich unter verschiedenen Bedingungen auch zutreffend und zudem abhängig von der allgemeinen Lebens- und Ernährungsweise, sowie von der Strategie, dem jeweiligen Terrain bzw. der spezifischen Gesamtsituation, körperlichen Belastung, Gesundheitslage und vielem mehr. Dennoch kann Training und Vorbereitung je nach Situationen dieses Postulat drastisch relativieren (Siehe die Versuche von Dr. Galina Schatalova, die unter Aufsicht der russischen Akademie der Wissenschaften bei diversen Wüstenmärschen, die physiologischen Möglichkeiten auslotete, die Menschen eigentlich zur Verfügung stehen, wenn sie entsprechend trainiert sind).
Wasser ist und bleibt eine Grundlage des Lebens auf diesem Planeten und nach der Atemluft, ist es der wesentliche Faktor für das Überleben und hat natürlich eine entsprechende Priorität. Habe daher lieber zu viel Wasser als zu wenig!
Je weiter du in südliche Gebiete gelangst, ehe du die tropischen Gefilde erreichst, desto heftiger sind die Auswirkungen der allgemeinen Trockenheit und der starken Sonnenstrahlung. Je nach Region, kann die Sonne für für manch einen zu einer knallharten Naturgewalt verkommen.
Abseits der Zivilisation, hat die Natur, so meine Erfahrung, zum Glück immer genug für dich eingeplant und bietet Wasser meist geradezu im Überfluss, sofern du dich in den gemäßigten Breiten bewegst. Doch du musst in jedem Gelände und unter sämtlichen Verhältnissen das Wissen und die Fähigkeiten kultiviert haben, der Schätze der Natur habhaft werden, ihre Zeichen lesen und ihre Ressourcen richtig nutzen zu können. Das Wissen zum Überleben in der Natur ist eine essentielle Komponente des ganzheitlichen Überlebenstrainings, unabhängig davon, ob du einen Vorrat an Wasser angelegt hast oder nicht. Für den Fall, dass du Draußen landest, ob freiwillig oder gezwungenermaßen (Bug Out Szenario), dann lagere vorzugsweise in der Nähe von Trinkwasservorkommen und trage nach Möglichkeit immer etwas Wasser bei dir, wenn du dich auf einen Marsch begibst.
Nehmen wir an, du brauchst zweieinhalb bis dreieinhalb Liter Trinkwasser pro Tag, so konventionelle Schätzungen. Hinzu kommen regelmäßig mehrere Liter an potentiellem, Waschwasser.
Das ist bereits eine ganze Menge Wasser, die du da täglich benötigst!
Lagere also entsprechende Mengen Wasser ein, um diesen Bedarf zu decken.
Interessant ist hier, dass die benötigte Wassermenge mit der Menge an aufgenommenen Eiweißen und Kohlenhydraten genauso wechselwirkt, wie mit der Regulierung des Wärmehaushalts deines Organismus. Speziell Protein benötigt eine erhebliche Menge Wasser, um verstoffwechselt zu werden. Anders als Fett z.B. welches selbst hauptsächlich aus Wasser besteht.
Mache dir von vorne herein klar, es kann auch einmal länger dauern als geplant, bis du Wasser findest. „Geduld ist konzentrierte Stärke“, das ist nicht nur frei zitiert und ein philosophisches Statement hoher Qualität von keinem geringeren als „Bruce Lee“, sondern auch eine zeitlose Wahrheit, die gerade bei der Wassersuche sehr plastisch nachvollziehbar werden kann. Beuge dem durch sorgfältige Vorbereitung vor!
Gerate nicht in Panik, sondern bewahre stets die Ruhe, wenn es einmal länger dauert. Das spart auch sehr viel Energie, da du auf Stress und dessen psychosomatische Konsequenzen verzichtest. Denn Stress bringt den Wasserhaushalt des Körpers schnell durcheinander und begünstigt nicht nur eine Dehydration ungemein. Gehe lieber in eine Fastenhaltung, gedulde dich und suche beharrlich weiter nach Wasservorkommen. Vertraue auf die Natur und lies ihre Zeichen!
Durch eine entspannte Einstellung reduzierst du deinen Wasserbedarf insgesamt auch beträchtlich.
Mithilfe milder, natürlicher und vor allem pflanzlicher Nahrung aus der Natur, sinkt dein Wasserbedarf nochmals, weil zu deren Verdauung viel geringere Mengen Wasser benötigt werden, als wenn es sich um kalorienreiche Industrie- bzw. Fertignahrung voll fragwürdiger Zusatzstoffe handelte.
Obgleich die obigen Angaben, wie gesagt, direkt an den körperlichen Ausgangszustand, die Ernährungsweise und das jeweilige Training gekoppelt sind, gelten sie für die meisten Menschen sinnvollerweise als Orientierung, um nicht zu dehydrieren.
Du brauchst zwischen 2 und 3 Liter frisches Trinkwasser pro Person (1 Person / pro Monat = ca. 60 bis 90 Liter).
Stelle neben dem Trinkwasser auch separat zu verwendendes Waschwasser bereit. Das ist wichtig, wenn die reguläre Wasserversorgung zusammenbricht. Du solltest dabei nicht davon ausgehen, dass du während einer Krise auch nur annähernd so flexibel und oft Duschen kannst, wie im normalen Alltag. Gehe lieber von einer täglichen Katzenwäsche aus und rechne mit einer sparsamen Dusche in der Woche. Alles andere überreizt den realistischen Rahmen und meist auch vorhandene Lagermöglichkeiten.
Extra-TIPP:
Rationiere Deine Wasser-Notvorrat gedanklich immer für eine Zeit, z.B. Wochenabschnitte, vor. Solltest Du, warum auch immer, einen Überschuss am Ende einer Woche haben, kannst Du diesen als Übertrag/ Reserve mit in die nächste Woche nehmen, oder davon trinken bzw. damit Duschen.
Wasser kann durch verschiedene Präparate (z.B. Silberionenpulver) leicht bis zu 6 Monate lang konserviert und vor wiederverkeimung geschützt werden.
Bereite Möglichkeiten vor, zusätzliches Wasser (z.B.Regenwasser) auffangen zu können.
Regentonnen eignen sich für die heimische Krisenvorsorge wunderbar. Darin können ohne Aufwand mehrere hundert bis tausend Liter Wasser bevorratet werden!
Im Outdoor-Bereich kannst Du Regenwasser nutzen. Wie, erfährst Du hier. Außerdem kannst Du draußen verschiedene natürliche Wasserquellen anzapfen (Bäche, Flüsse, Seen, Teiche usw.). Du solltest dann auch Wasserreinigungstabletten oder einen mobilen Wasserfilter dabei haben. Das ist sicher und komfortabel.
Wasservorräte müssen kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Außerdem kann Wasser umliegende Gerüche annehmen und seinen Geschmack negativ verändern. Das bedeutet in der Regel aber keinerlei Qualitätseinschränkung. Kannst Du bestimmte Gerüche nicht abstellen, könntest Du Dein Trinkwasser vor dem letztendlichen Verzehr aromatisieren (z.B. mittels Kräutertee). Draußen gilt das Gleiche. Schmeckt das Wasser schlecht, einfach ein paar kräftige Kräuter reinwerfen und ziehen lassen!
Was gilt es beim Anlegen von Wasservorräten zu beachten?
Zunächst einmal müssen Sie sich im Klaren darüber werden, wie viel Wasser Sie benötigen.
Reguläre Empfehlungen gehen von 1,5 bis 3 Litern frischem Trinkwasser pro Tag aus. Damit bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ein Durchschnittswert von 2 Litern Wasser täglich sollte ausreichen.
Wie viel Wasser pro Person pro Monat?
Gut nachvollziehbar sind die tatsächlichen Dimensionen eines Wasservorrates an einem rechnerischen Beispiel mit 2 Litern pro Tag pro Person:
2 Liter/ Person x durchschnittliche 30 Tage/ Monat = 60 Liter pro Monat!
Für 3 Monate sind das schon 180 Liter, für 6 Monate macht das 360 Liter pro Person, die nur zum Trinken eingelagert werden müssen. Es ist praktisch und sinnvoll nach Möglichkeit einen Pufferbereich einzukalkulieren. Daher lohnt es sich mehr einzulagern als veranschlagt. Berechne 10-25 % mehr für den Wasservorrat, um verschiedenen Eventualitäten zuvorzukommen.
Rechne also mindestens 360 Liter + 10% = 66 Liter/ Person/ Monat bzw. 198 Liter pro Person für 3 Monate und 396 Liter pro Person für 6 Monate und so fort.
Für einen heimischen Notvorrat bedeutet dies aber auch, dass du eventuell eine ganze Menge Platz benötigst. Außerdem brauchst du ein intelligentes Vorratssystem, das gewährleistet, dass du nicht nur den Überblick über deine Vorräte behältst, diese also richtig lagerst und protokollierst, sondern auch, dass du zur rechten Zeit „altes“ Wasser durch frisches austauschst und deinen Lagerraum insgesamt bestmöglich ausnutzt.
Rationierung der Vorräte im Notfall und bei langanhaltenden Krisen:
Rationieren bedeutet hier: den eigenen Wasserverbauch zu reduzieren oder bei Notwendigkeit absolut zu minimieren:
Auch wenn 1,5 – 3 Liter ein wünschenswertes Maß sind, kannst du bei ruhigem gemäßigtem Verhalten und richtiger Atmung mit ca. 1 Liter pro Tag gut überleben. Natürlich erfordert so eine starke Wasserrationierung ein gut entwickeltes Maß an Selbstdisziplin und die richtige Ernährungsgrundlage. Zudem sollte bei so geringen Trinkmengen, die Flüssigkeit über den Tag verteilt in kleinen Schlückchen getrunken werden, niemals alles auf einmal. Gegen bisweilen sehr schlimmen Durst kannst du zwischendurch z.B. eine Rosine oder ähnliches lutschen (zur Not geht alles, was nicht noch mehr austrocknet, am besten etwas appetitliches, was den Speichelfluss automatisch anregt), um durch Speichelfluss usw. deinen Mund und eine Lippen wieder zu befeuchten. Das hilft Zeit zu gewinnen und beruhigt vor allem die Psyche.
Weitere Maßnahmen, um den Wasserverbrauch zu drosseln, sind:
Stets durch die Nase atmen
Entspannen und die Ruhe bewahren
halte dich, wenn möglich, im Schatten und in kühlen Bereichen auf, um Wasserverluste durch Sonneneinstrahlung und Wärme zu minimieren. (Notfalls Sonnendächer und Schutzbauten errichten)
verrichte möglichst keine schweren Arbeiten/ vermeide stets zu schwitzen oder unnötige Bewegung
Sprechenicht unnötig viel, denn auch das verbraucht viel Flüssigkeit
wenig oder eine Zeit lang gar nichts essen (Verdauung verbraucht viel Wasser), oder nimm wasserhaltiges Gemüse und Obst zu dir, falls verfügbar.
Zusätzlicher Wasserbedarf:
Du hast nun eine genaue Vorstellung vom Umfang deines persönlichen Wasserbedarfs für eine Krise entwickeln können. Doch was von Vielen dabei unzureichend kalkuliert wird, ist der reale Bedarf an Koch- und Waschwasser. Die Menge hiervon kann unterschiedlich bemessen werden und hängt ein wenig davon ab, über welche Möglichkeiten (Platz, Mittel, Umgebung, Wissen) du verfügst, um deine Vorräte effektiv aufzustocken oder im Bedarfsfall eigeninitiativ ergänzen zu können.
Für Kochwasser kannst du pauschal 5 Liter pro Woche pro Person veranschlagen
Das Waschwasser richtet sich nach der Verfügbarkeit und der allgemeinen Priorität. Ohne Wasser wird auch nicht gewaschen. Solange deine Haut noch atmen kann und die Poren relativ frei sind, kann eigentlich nichts passieren. Deine Haut reguliert sich sehr zuverlässig selbst. Ist gar kein Waschwasser aufzutreiben, kannst du dich mit Asche, Sand oder trockener Erde überall gründlich abreiben. Vor allem Asche desinfiziert und schützt die Haut. Eine Art „Katzenwäsche“ sollte jedoch immer wenigstens sporadisch drin sein, um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden.
Kochwasser richtig einsetzen:
Verwende nie mehr Wasser zum Kochen als benötigt wird
Schütte niemals Wasser weg, auch kein Kochwasser.
Kochwasser kann als Basis für weitere Gerichte verwendet oder aber getrunken werden, da es meist viele gelöste Nährstoffe enthält.
Waschwasser richtig einsetzen
Nutze auch hier so wenig Trinkwasser, besser gar keines, zum Waschen. Am besten Wasche dich bei Regen oder mit dem Wasser, was du nach Regengüssen aufgefangen hast. Ein angefeuchteter Lappen reicht, um dich damit abzureiben.. deine Hände kannst du öfter waschen. Außerdem sollte die Unterwäsche regelmäßig gewaschen werden. Die einzigen Möglichkeiten sich bei einem Ausfall der regulären Wasserversorgung regelmäßig und wirklich gründlich zu waschen, bestehen in der Nutzung von natürlichen Wasserquellen.
Diese sind z.B. Regenwasser, Tauwasser, Grundwasser, Teiche, Seen, Quellen, Bäche, Flüsse und Meere.
In welchen Formen können Wasservorräte angelegt werden?
Eine wichtige Frage hinsichtlich des zur Verfügung stehenden Raumes für deinen heimischen Vorrat, ist die Art der Lagerung des Wassers. Dabei gilt es immer zu bedenken, dass du nicht nur Wasser lagern willst, sondern auch Nahrungsmittel und eventuell weitere Ausrüstung. Alle dies will sinnvoll und griffbereit verstaut sein. Da kommt man ohne gute Lagermittel schnell an die Grenzen. Suche dir praktische Behältnisse und schaffe dir genügend davon an.
Zum Beispiel:
Kanister
Wassertonnen (Wer einen Garten hat, kann beispielsweise Regentonnen nutzen und leicht mehrere tausend Liter Wasser darin sammeln und bevorraten, diese lassen sich natürlich auch in Innenräumen beherbergen)
Flaschen
Schraubgläser
Wassersäcke
u.v.m.
Achte darauf, neben stationären Behältnissen auch Möglichkeiten zur mobilen Wasserversorgung bereitzustellen. Du brauchst auch im Falle einer Flucht immer einige Liter Wasser bei dir oder wenigstens eine Möglichkeit Wasser unterwegs tinkbar zu machen (z.B. mobiler Wasserfilter, Reinigungstabletten).
Alternative Wege zur Wassergewinnung:
Wenn deine Vorräte im Gegensatz zur Krise bald dem Ende geneigt sind, dann musst du irgendwoher mehr Wasser beschaffen. Auch wenn deine Vorräte noch gut gefüllt sind, kannst du sicherheitshalber anfangen zusätzliches Wasser zu sammeln. Wasser ist in Krisenzeiten überaus wertvoll, sodass du eigentlich kaum genug haben kannst. Wenn du in einer Outdoor-Survivalsituation bist, wirst du umso dringlicher die Wasservorkommen der Natur ausschöpfen wollen bzw. müssen.
Wenn du ein paar Grundregeln beachtest, wirst du im Ernstfall mit großer Wahrscheinlichkeit über ausreichende Mengen von Trinkwasser verfügen können bzw. wissen, wo du hinreichend Wasser beschaffen kannst, um dich und deine Verbündeten über die Runden zu bringen!
Auch solltest du stets auf die Qualität deiner Wasserquelle achten, ob Lager- oder „Wildwasser“, um eventuelle Gefahren durch Verunreinigungen zu neutralisieren solltest du das Wasser ggf. filtern, ehe du es verwendest!
Verunreinigtes Wasser kann zu Durchfall und anderen Verdauungsbeschwerden oder sogar zu Vergiftungen führen, was im Survivalfall natürlich weitere Probleme mit sich bringt.
Wasser kann in der Natur aus vielen verschiedenen Quellen bezogen werden. Neben den offensichtlichen, wie z.B. Seen, Teichen, Flüssen, Bächen oder dem Meer, gibt es zahllose unscheinbare oder unerwartete Stellen, an denen Wasser gefunden werden kann.
Wasserquelle Regenwasser
Eine zuverlässige und regelmäßig nutzbare Quelle von frischem Trinkwasser, stellt Regenwasser dar! Für den Überlebenden von heute ist es, trotz einem mancherorts gegebenen Risiko auch diverse industriebedingte Schadstoffe aufzunehmen, fast immer eine der zuverlässigsten Wasserquellen, wenn die Stricke zu reißen drohen. Zudem ist diese mit einfachsten Mitteln nutzbar und in der Regel ist nach einem durchschnittlichen Niederschlag überall genug davon vorhanden, sodass es nicht nur reicht, um ausreichend viel zu trinken, sondern auch dafür Vorräte anzulegen. So ist Regen in Survivalsituationen ein echter Segen, den du auch als solchen erkennen und nutzen solltest.
Regenwasser kann in der Natur mindestens auf zwei Wegen bezogen werden:
1. Bediene dich natürlicher Reservoire
2. Fange gezielt Regenwasser auf
Zu 1.) Beispiele für natürliche Reservoire von Regenwasser:
Pfützen (diese bilden sich in sämtlichen Senken, Gruben und Mulden, in herumliegendem Laub oder auch dort, wo der Boden undurchlässig ist und sich Staunässe sammeln kann)
in Astlöchern und Mulden von Astgabelungen
In den Blattachseln vieler Pflanzen
Wurzelhöhlen (bei umgestürzten Bäumen)
An Steinen und Felsen bzw. in deren diversen Einbuchtungen oder auch in Felsspalten
Schnee und Eis (Erwärmen Sie gefrorenes Wasser in einem geeigneten Gefäß über einem Feuer)
Aus natürlichen Regenwasseransammlungen kann in der Regel direkt, am besten allerdings durch einen Filter getrunken werden. Durch Geoengineering (Chemtrails etc.) ist die Luft und damit auch der Regen bereits stark verunreinigt mit Mikroplastik und anderen Nanopartikeln. Vorsicht gilt außerdem bei älteren Reservoiren, wo das Wasser älter als 24 Stunden ist (Verkeimung, Verunreinigungen durch Fäkalien von Tieren, Wasserparasiten usw.) Solches Wasser ist abgekocht (und gefiltert) dennoch trinkbar. Abkochen ist sowieso die Standard-Allround-Lösung, wenn man ganz sicher gehen will!
Wasser auffangen:
Auslegen oder aufhängen einer Plane, Folie o.ä.
Eine Grube mit Folie auskleiden
Behältnisse aufstellen (Becher, Topf etc.)
Auch improvisierte Gefäße sind denkbar. Hierzu dienen große Blätter hervorragend. Platzieren Sie z.B. die Blätter der Großen Klette in einer Mulde, sodass diese eine Auffangschale bilden.
Müllwunder nutzen! Eine geköpfte PET oder Glasflasche kann jede Menge Wasser sammeln. Außerdem findet sich fast immer etwas, womit Sie Wasser auffangen können (Tüten, Becher, Verpackungen, Kleidung etc.)
5 zusammengefasste Tipps für Deine persönlichen Wasservorräte
Du brauchst mindestens zwischen 2 und 3 Liter frisches Trinkwasser pro Person. (besser 5 Liter für hygienische Zwecke oder zum Reinigen von Gegenständen)
(1 Person / pro Monat = ca. 60 bis 90 Liter)
Stelle neben dem Trinkwasser auch separat zu verwendendes Waschwasser bereit. Das ist wichtig, wenn die reguläre Wasserversorgung zusammenbricht. Du solltest dabei nicht davon ausgehen, dass Du während einer Krise auch nur annähernd so flexibel und oft Duschen kannst, wie im normalen Alltag. Gehe lieber von einer täglichen Katzenwäsche aus und rechne mit einer sparsamen Dusche in der Woche. Alles andere überreizt den realistischen Rahmen und meist auch vorhandene Lagermöglichkeiten.
Extra-TIPP:
Rationiere Deine Wasservorräte gedanklich immer für eine Zeit, z.B. Wochenabschnitte, vor. Solltest Du, warum auch immer, einen Überschuss am Ende einer Woche haben, kannst Du diesen als Übertrag/ Reserve mit in die nächste Woche nehmen, oder davon trinken bzw. damit Duschen.
Wasser kann durch verschiedene Präparate (z.B. Silberionenpulver) leicht bis zu 6 Monate lang konserviert und vor Verkeimung geschützt werden.
Bereite Möglichkeiten vor, zusätzliches Wasser (z.B. Regenwasser) auffangen zu können.
Regentonnen eignen sich für die heimische Krisenvorsorge wunderbar. Darin können ohne Aufwand mehrere hundert bis tausend Liter Wasser bevorratet werden!
Im Outdoor-Bereich kannst Du auch Regenwasser nutzen (Auffangschalen, gespannte Planen, Folien und große Blätter, dienen zuverlässig als Auffanggefäße). Außerdem kannst Du draußen verschiedene natürliche Wasserquellen anzapfen (Bäche, Flüsse, Seen, Teiche usw.). Du solltest dann auch Wasserreinigungstabletten oder einen mobilen Wasserfilter dabei haben. Das ist sicher und komfortabel.
Wasservorräte müssen kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Außerdem kann Wasser umliegende Gerüche annehmen und seinen Geschmack negativ verändern. Das bedeutet in der Regel aber keinerlei Qualitätseinschränkung. Kannst Du bestimmte Gerüche nicht abstellen, könntest Du Dein Trinkwasser vor dem letztendlichen Verzehr aromatisieren (z.B. mittels Kräutertee). Draußen gilt das Gleiche. Schmeckt das Wasser schlecht, einfach ein paar kräftige Kräuter reinwerfen und ziehen lassen!
Zusätzliche Empfehlungen für den Getränkevorrat
Direktfruchtsäfte:
Direkt-Fruchtsäfte können als süße Erfrischung dazu dienen, Ihr Nervensystem mit schneller Energie zu versorgen und die Stimmung zu heben. Über Direktsäfte können Sie einige wichtige Vitamine aufnehmen.
Tipp: Besorge dir auch eine vernünftige manuelle Saftpresse, um auch selbst effizient Säfte herzustellen!
H-Milch:
Haltbare Milch ist ein Krisenvorsorge-Klassiker und vielseitig verwendbar. Die Haltbarkeit beträgt mindestens ein halbes Jahr. Milchpulver ist zur Lagerung noch empfehlenswerter. Hierbei geht es allerdings eher um den bloßen Wert als Überlebensmittel, nicht um die Gesunderhaltung. Tiermilch ist nicht für Menschen, sondern für Tiere!
„Pflanzenmilch“:
Hierbei handelt es sich nicht um Milch, die Verwendung in der Küche ist allerdings identisch. Die Konsistenz kannst du bei eigener Herstellung bestimmen wie den Nährwert. Soja-,Reis-, Mandel- oder Haferdrinks sind pflanzliche Alternativen zu Milch. Sie enthalten viele Nährstoffe, schmecken angenehm und können vielseitig verwendet werden. Ob zum Kochen, Backen oder pur trinken. Pflanzliche Milchalternativen sind noch länger haltbar als Milch.
Tee:
Ob Früchte- oder Kräutertee, Tees bieten viele geschmackvolle Alternativen zu herkömmlichem Wasser und besitzen oft heilende Kräfte für Psyche und Körper.
Weitere Tipps:
Verzichte auf zuckerhaltige Limonaden und alkoholische Getränke. Beide schränken
deine psychischen und körperlichen Fähigkeiten ein, was du dir in einer Krisensituation nicht leisten kannst. Alkohol solltest du vor allem als Reinigungs- oder Desinfektionsmittel bzw. zur medizinischen Anwendung in Betracht ziehen oder aber als Tauschmittel einsetzen.
Nun hast du einiges über Wasservorräte und ergänzende Möglichkeiten der Wassergewinnung erfahren. Jetzt musst du noch wissen, wie du deinen Wasservorrat konservieren kannst, denn stehendes Wasser kippt nach einer gewissen Zeit um und wird zunehmend unverträglicher und unappetitlicher.
Wie kannst du also dein Wasser konservieren?
Hast du dich einmal gefragt, wie du bei längerfristigen Krisen gewährleisten kannst, dass dein Wasservorrat trinkbar bleibt? Das ist eine berechtigte Frage! Sobald die allgemeine Infrastruktur zusammengebrochen ist, treten besonders schnell in Städten, aber auch in der Natur, die ersten Hygieneprobleme auf. Die Frischwasserversorgung z.B. steht und fällt mit der Stromversorgung. Im Outdoor-Survival kannst du scheinbar einfacher sauberes Wasser vorfinden, das dann aber bei genauerer Betrachtung oft verunreinigt ist. Dies kann z.B. durch Leichengifte, weil sich Aas im Wasser befindet oder durch Abwässer und chemische Verunreinigungen, der Fall sein.
Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Wasserfiltersystem eine gute Voraussetzung darstellt, um dein Trinkwasser bei Bedarf aufzubereiten. In ärmeren Regionen der Welt erkranken auch heute noch zahllose Menschen an Cholera und anderen degenerativen Erkrankungen bzw. Vergiftungen durch verunreinigtes Wasser. Hierbei ist interessanter Weise hervorzuheben, dass nicht etwa die Cholera-Bakterien diese Krankheit verursachen, sondern die allgemeine Verunreinigung des Wassers, auch durch Abfallprodukte der Bakterien.
Um der Verkeimung des Wassers entgegen zu wirken, gibt es mittlerweile wunderbare chemische Lösungen.
Eine sehr gute und für die heimische bzw. urbane Krisenvorsorge perfekt geeignete Methode ist die, das zu reinigende Wasser mit „Micropur Pulver“ zu behandeln. Dieses Pulver ist ein chlorfreies Wasserkonservierungspräparat auf Silberbasis. Das Pulver konserviert deine Wasservorräte für ca. 6 Monate zuverlässig. Du solltest das Pulver wie vom Hersteller beschrieben anwenden und vor dem Genuss ca. 2 Stunden einwirken lassen. Mit einer 100g Packung Micropur Classic MC 10.000P lassen sich ohne Schwierigkeiten etwa 10.000 Liter Wasser Entkeimen und Konservieren (1 g / 100 L).
Für zu Hause kannst du nebst größeren Tanks auch, wie gesagt, herkömmliche Wasserflaschen oder Kanister befülle.Für den Outdoor-Survival-Bereich, aber auch für die heimische Vorsorge, gibt es faltbare Kanister mit praktischen Ventilöffnungen zum Ablassen des Wassers, wie aus einem Hahn. Das sind sehr empfehlenswerte Hilfsmittel in Krisensituationen!
Das Micropur Pulver ist auch eine Lösung für deinen Überlebensrucksack für den Outdoor-Bereich oder für längere Reisen. Wichtig ist zu beachten, dass dieses Pulver zwar für uns Menschen in normaler Dosierung unschädlich ist, aber für Wasserorganismen aller Art eine akute Bedrohung darstellt und somit niemals in natürliche Gewässer entlassen werden darf!
Eine praktische Variante, speziell auch für den Einsatz im Outdoor-Bereich, sind Micropur Wasseraufbereitungs-Tabletten. Diese lassen sich platzsparend in jedem Equipment unterbringen und garantieren dir, wo immer du bist, sicheres und sauberes Trinkwasser. Diese Tabletten sind meist auf Chlorbasis, aber von der Konzentration her unbedenklich für uns Menschen. Solche Tabletten sind auch beim Militär und bei Rettungskräften weltweit im Einsatz.
Mache es wie die „Profis“ und setze auf höchste Qualität und Sicherheit bei deiner Wasserversorgung in Notfällen!
Nutze also mindestens eine der folgenden Methoden, deine Wasservorräte zu konservieren und vor „Verkeimung“ und Verderb zu bewahren!
Wasserreinigungstablette: Für kleinere Mengen und für unterwegs besonders gut geeignet! Eine Tablette wird in der Regel für einen Liter verwendet.
- Micropur Pulver: Besonders gut bei größeren Wassermengen geeignet. Eine Packung reicht für ca. 10.000 Liter Wasser.
Extratipp!
Chlordioxid (Hier bei unserem Partner bestellen und 10% sparen – Gutscheincode: „SurvivalMindAcademy“!)
Wenn du richtig tief einsteigen willst, kann ich dir abschließend noch einmal den Ratgeber „Trinkwasser: Basiswissen für Outdoor und Notsituationen“ vom SRSC empfehlen. Er ist tatsächlich ist ein hervorragendes Hilfsmittel für alle, die sich in diesem Thema für noch mehr weiterführende Informationen und Techniken aus der Praxis interessieren!
