Müllwunder: Der Dosenkocher! Bauanleitung und Tipps

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Müllwunder: Der Dosenkocher – ein Hobo-Ofen aus der Dose!

Aus einer handelsüblichen Konservendose, egal welcher Größe, kann mit einfachsten Mitteln ein hervorragender Kocher hergestellt werden. Dieser könnte dir in verschiedenen Survivalsituationen von großem Wert und Nutzen sein. Gerade bei längerfristigen Krisensituationen, in denen kein Gaskocher vorhanden oder ein offenes Feuer zu gefährlich ist, kann der Dosenkocher gelegentlich Abhilfe schaffen.

Zivilisation sei Dank, liegen Konservendosen an allen möglichen Orten herum, sodass du beste Chancen hast, im Notfall eine oder mehrere davon zu finden. Eventuell führe Konserven in deinem Rucksacksystem als Proviant mit, diese lassen sich natürlich auch nutzen und erfüllen somit gleich einen Mehrzweck in der Ausrüstung.

Vorteile eines Dosenkochers auf einen Blick:

– Einfach zu improvisieren

– Wiederverwendbar, lange Haltbarkeit

– hohe Effizienz bei geringem Brennstoffbedarf/ Holzverbrauch

– Kamineffekt, garantiert gutes brennen und schnelles kochen von Wasser und Nahrung

– Optische Tarnung im Falle äußerer Bedrohung, geringe Rauchentwicklung und Lichtexpression

Bauanleitung (Grundprinzip):

  1. Entferne den Deckel der Dose

  2. Schneide mit einem Messer zwei gegenüberliegende viereckige Türchen in die Dosenwand. (Belüftung + Brennstoffzufuhr)

  3. Versehe die Dose am oberen Rand rund herum mit zusätzlichen Luftlöchern. Diese verhindern ein Ersticken des Feuers, wenn nachher ein Kochtopf oder etwas Ähnliches auf dem Kocher steht.

Es ist günstig, wenn man die Dose zur Bearbeitung auf einen Ast steckt, dann ist es wesentlich einfacher gute Schnitte und Stanzungen im Dosenblech vorzunehmen.

Und fertig!

Pflege deinen neuen Kocher, indem du ihn regelmäßig reinigst und nicht in feuchter Umgebung herumliegen lässt. Dann begleitet dich der Kocher locker sogar über Wochen hinweg. Ich habe einen solchen Kocher mal für etwa 8 Tage, bei Defekt meines Gaskochers eingesetzt und damit wirklich gute Ergebnisse erziehlt.

Solche und andere Kocher lassen sich mit sehr wenig Aufwand herstellen und bedürfen, erst einmal in Betrieb genommen, nur wenig Brennstoff.

Durch den guten „Kamineffekt“ kannst du auf so einem Kocher im Grunde genauso effektiv kochen wie mit einem Gaskocher.

Lagerst du unter Bedrohung durch äußere Gefahren, entfaltet die integrierte optische Tarnwirkung bei der Verwendung dieses Kochers ihre Wirkung. Da nur wenig Rauchentwicklung und kaum sichtbares Feuer/ Licht entsteht, bist du wesentlich schwerer zu entdecken, als mit einem offenen Feuer. In eine Grube eingelassen, ist die Anwendung des Kochers nahezu unsichtbar.

Extra Tipp: Werkzeug improvisieren!

Konservendosen lassen sich relativ leicht einschmelzen und können anschließend in Form gegossen und entsprechend zum Beispiel zu einer Klinge, einem Axtkopf, Besteck und anderem weiterverarbeitet/ geschmiedet werden. Das schärfen im Falle einer Klinge, kann einfach mit einem voreingestellten Schleifgerät, einem Schleifstein oder in der Natur an verschiedenen Steinen ausgeführt werden.

Darauf, wie man aus Dosen Werkzeuge schmieden kann, gehe ich in einem anderen Beitrag noch genauer ein.

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