Blackout! Grundlegende Vorbereitung für den totalen Stromausfall

Was, wenn der Blackout-Fall eintritt?

Die Fragilität des europäischen Stromnetzes ist ein offenes Geheimnis und die Versorgungslage sowohl in Sachen Energie als auch vielen anderen Ressourcen ist aktuell schon von starken Einschränkungen betroffen. Diese Lage wird sich in den kommenden Monaten und Jahren noch drastisch zuspitzen.

Wenn man bedenkt, dass nahezu die gesamte moderne Infrastruktur von Strom abhängig ist, wird klar, warum man sich auf ein Blackout-Szenario vorbereiten sollte. Auf einen richtigen Blackout ist derzeit fast niemand richtig vorbereitet. Sei klüger und sorge rechtzeitig vor! Trainiere Dich und Deine Familie rechtzeitig für entsprechende Ernstfälle, sodass ihr sofort wisst, was ihr zu tun habt, wenn es soweit ist. Dieser Artikel soll Dir helfen, Dich angemessen vorzubereiten. Nebst ausreichend Survivalwissen und der richtigen Ausrüstung, spielt dein Survival Mindset für dein Überleben immer die entscheidende Rolle.

Was ist ein Stromausfall?

Es kann zwischen kurzzeitigen Ausfällen oder Einschränkungen (z.B. „Brownouts“ = temporäre kritische Spannungsabsenkungen) und richtiggehenden „Blackouts“, also dem Totalversagen des Stromnetzes unterschieden werden. Je nach Grund für den Zusammenbruch der Stromversorgung kann der Ausfall für Sekunden, Minuten, Stunden, Tage oder Wochen und Monate anhalten.

In den ersten beiden Fällen kommt es zu Versorgungsengpässen mit Strom, weil z.B. mehr Strom benötigt wird, als geliefert werden kann oder aber spontane Ereignisse wie ein Blitzeinschlag die Versorgung für Sekunden bis Minuten einschränken, ehe diese meist automatisch wieder in Gang gesetzt wird.

Worst Case: „Blackout“

Blackouts werden sehr häufig durch Wetterereignisse ausgelöst, wie z.B. durch Stürme oder extremen Schneefall.

In Mitteleuropa sind die Wetterlagen gütiger Weise selten extrem genug, dass der Strom einmal längere Zeit ausfallen könnte richtig? Falsch!

Beispiel:

Das Münsterländer Schneechaos“

Erinnern Sie sich z.B. an den 25. November 2005? Ein hervorragendes Beispiel wie „extremer Schneefall“ plötzlich große Teile des Ruhrgebietes, des Münsterlandes sowie des Tecklenburger, des Osnabrücker, des Bergischen und des südlichen Emslandes traf. Auch der Osten der Niederlande war betroffen. Innerhalb eines Tages fielen mancherorts über 50 cm Schnee und legten alle Stromnetze lahm. Über 250.000 Menschen waren teilweise mehr als vier Tage ohne Strom! Die Reparaturkosten und Sachschäden lagen bei mindestens 100 Millionen Euro und die Aufräumarbeiten dauerten in manchen Gebieten mehrere Wochen an!

Ähnliche Beispiele gibt es in der Geschichte der letzten 50-100 Jahre eine ganze Menge. Neben dem Wetter gibt es noch zahlreiche weitere Ursachen für flächendeckende und längerfristige Stromausfälle, unter anderen Folgende:

  • Menschliches Versagen (Schaltfehler, Unaufmerksamkeit etc.)

  • Systemische, organisatorische Mängel (Netzaufsplitterung, übertriebenes Gewinnstreben etc.)

  • Technisches Versagen (Wartungsmängel, Überalterung von Anlagen, Fehldimensionierungen von Betriebsmitteln, mangelhafte Planung und Umsetzung, Materialfehler, Produktionsfehler, Ausfall von zentralen Betriebsmitteln etc.)

  • Kriminalität/Terrorismus (Betrug, Erpressung, Sabotage, Anschläge, Kabeldiebstahl, Cyber Angriff auf Steuersysteme etc.);

  • Ressourcenausfall der Primärenergie (Mangel an Wasser, Wind, Öl, Gas, Kohle oder Brennstäben etc.);

  • Naturereignisse/ Folgen von Geoengineering/ Wetterkriegsführung (Blitzschlag, Stürme, Hochwasser, Schnee/Eis, Erdbeben, Sonneneruptionen etc.);

  • Kriegerische Auseinandersetzungen/ Bürgerkriege und damit einhergehende Schäden an der Infrastruktur (ferner auch die Zerstörung von elektronischen Bauteilen durch einen Elektromagnetischen Puls/EMP, Einsatz von Cyber Waffen).

  • systematische Verknappung oder Abschaltung wichtiger Energiequellen im Rahmen internationaler Bestrebungen für einen „Great Reset“

  • kosmische Einflüsse wie beispielsweise besonders starke Sonnenstürme (z.B. wie der „Sonnensturm von 1859“, auch als Carrington Ereignis bekannt) oder Veränderungen des elektromagnetischen Feldes der Erde

Die Konsequenzen eines Blackouts

Neben den wirtschaftlichen Folgen eines langanhaltenden Stromausfalls kann es natürlich im privaten Bereich zu heftigen Konsequenzen kommen. Diese dramatisieren sich mit der Dauer des Ausfalls schnell!

Eigentlich schier unfassbar, wie abhängig wir im Kollektiv von etwas geworden sind, was nicht einmal die Wissenschaft richtig versteht. Faktisch würde die gesamte Infrastruktur unserer „modernen“ Gesellschaft vollständig versagen.

Ohne Strom funktioniert fast nichts mehr!

Die Wasserversorgung bräche zusammen. Die Wasseraufbereitung und Versorgung ist Strom abhängig und würde in den meisten Gegenden das Wasser zeitnah versiegen lassen.

Nahrungsmittel würden sehr schnell knapp bzw. geplündert werden (Letzteres allein schon deshalb, weil kaum einer genug Bargeld zu Hause hätte und digitales Banking ebenso ausfiele). Sowohl die Kühlungen fielen aus, als auch die Strom- und Internet abhängigen Supermärkte mit ihren Kassensystemen. Die angebundene Versorgungs-Logistik kommt simultan zum Erliegen.

BRD und ein paar weitere Länder, wie die Schweiz, Ungarn und Tchechien haben Vorräte.

Glücklicherweise ist die BRD eines der Länder in der EU die geheime Nahrungsmittellager besitzen, wobei etwa 800.000 Tonnen Nahrungsmittel (ca. 10kg Nahrung pro Bürger) gelagert werden. Hinzukommt die „Notfallreserve Getreide“, die allerdings viel geringer ausgestattet ist und nur für kleinere Hilfsleistungen in Frage kommt bzw. nur geringfügig oder zusätzlich wirken könnte. Leider wurden im Rahmen verschiedener Vorkommnisse der letzten Jahre diese Notreserven teils stark reduziert.

Die Versorgung fände z.B. in sogenannten „Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen“ statt – eine Mahlzeit pro Tag wäre dabei vorgesehen (Vorausgesetzt, man erhält Zugang zu diesen Lagern und möchte sich freiwillig der entsprechenden Situation dort unterordnen).

Wenn die Nothilfen bei einem landesweiten oder europaweiten Blackout so ausfallen, wie jene im Ahrtal nach den Überschwemmungen, dann gute Nacht. Verlasse Dich besser nicht auf staatliche Hilfen oder dergleichen, sondern kümmere Dich selbst um Dich und Deine Liebsten.

Besser Du hast selbst Vorräte zu Hause, besonders wenn Du von der Außenwelt isoliert würdest, zahlt sich das aus. Wer keine Vorräte zu Hause hat, guckt sonst vielleicht in die Röhre. Wo immer noch Vorräte lagern bzw. offenbar werden, sind auch Plünderer nicht weit. Diese haben vielleicht zuvor die Supermärkte aufgemischt, um nun das zu Hause aufzusuchen und sich an dortigen Vorräten zu laben. Halb so wild! Es hat doch Jeder seinen Fluchtrucksack bereit und alle nötigen Survivalskills im Repertoire, um die Situation souverän zu meistern und rechtzeitig fliehen zu können, stimmt´s?

Die Liste von Problemen hört nicht auf

Bedenke, dass neben allen Heizungen und Klimaanlagen auch die allgemeine Beleuchtung versagen würde. Weder bei Dir daheim noch draußen gäbe es elektrisches Licht. Wahrscheinlich entstünde das meiste Licht als Nebenprodukt diverser Brandstiftungsaktionen marodierender Wilder. Gewalt und Kaltblütigkeit breiten sich meist wie Lauffeuer aus, wenn die Menschen in solchen Situationen panisch nach Hilfe suchen. Besser wäre wieder, sich selbst helfen zu können und richtig vorbereitet zu sein – am besten mit einer Gruppe Verbündeter und sich bereits im voraus mehr als einen Plan B auszudenken.

Auch die allgemeine  Mobilität wäre durch die beschriebenen Umstände erheblich eingeschränkt. Denn draußen ist es an vielen Orten innerhalb kurzer Zeit viel zu gefährlich, um noch zu Fuß rauszugehen. Also ab ins Auto! Doch Moment! Ohne Strom funktioniert auch keine Pumpe mehr und dementsprechend fallen auch die Tankstellen aus. Ohne Treibstoff bleibt das Auto auch liegen. Mal abgesehen davon, ist man in der Blechbüchse auch oft nur eine vergrößerte Zielscheibe. Sämtliche gewohnten Sicherheits- und Kommunikationssysteme würden auch nicht mehr richtig arbeiten. Sporadisch eingerichtete Notfallnetze wären prioritär den offiziellen Hilfskräften vorbehalten. Sowohl Polizei, Hilfskräfte, Militär etc. wären sowieso an allen Fronten gleichzeitig überfordert und für die Situation eines Blackouts nicht einmal ansatzweise gut genug gerüstet oder ausgebildet.

Kriminelle und Terroristen wittern in diesen Zeiten meist eine besondere Chance. Einbrüche, Plünderungen, Raubüberfälle etc. häufen sich dann voraussichtlich extrem. Die normale zivile Ordnung würde sehr schnell zerbrechen.

Eine offizielle Studie gibt sehr zu denken:

Eine Studie des Büros für „Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)“ kommt zu dem Ergebnis, dass durch einen langandauernden und großflächigen Stromausfall alle kritischen Infrastrukturen betroffen wären und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft kaum zu verhindern wäre. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials sei ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden. (vgl. HIER LESEN – In dem Bericht stehen viele interessante Informationen bezüglich der Konsequenzen eines Stromausfalls in der BRD und dessen Bewältigung. Viele richtige Ansätze, aber besonders erhebliche  Schwachstellen werden dort offenkundig. Nach dem Lesen wirst Du Wissen, womit Du im Falle von Stromausfällen mindestens rechnen musst.)

Die vielfältigen Hilfeleistungen und die scheinbar große Anzahl von potentiellen Helfern von verschiedenen Organisationen (THW, Feuerwehr usw.) machen zu Recht Mut, doch je nach Umstand, kann die Hilfe nicht unbedingt vollumfänglich zur Anwendung kommen. Anhaltende Unwetter (z.B. Schneestürme) oder Umgebungsvariablen eines Krieges wie Besatzung, Kriegsgesetze, Kämpfe usw. können die Wiederherstellung der Infrastruktur ausbremsen oder verhindern – nicht selten über Jahre hinweg!

Was ist mit Notstromaggregaten!?

Ja, die gibt es, aber hast Du auch Zugang dazu oder selbst schon eines für Dein Zuhause?

Für gewöhnlich besitzen zwar wichtige Einrichtungen von Militär, Wirtschaft, Politik oder auch im sozialen Bereich, wie Krankenhäuser solche Notstromversorgungseinrichtungen, aber darüber hinaus verfügen wenige Gemeinden in Europa über eine wirklich taugliche Notstromversorgung.

In Wahrheit sitzen also bei großflächigen Stromausfällen die allermeisten Menschen schlicht im Dunkeln.  Notstromaggregate, sofern sie auf Dieseltechnologie und ähnlichem basieren, funktionieren ebenfalls nur vorübergehend. Ohne Sprit kein Strom.

Die Zeiten, die mit Notstrom überbrückt werden können,  unterscheiden sich regional und je nach Treibstoffvorräten sehr stark. Doch mit ziemlicher Sicherheit ist nach 2-5 Tagen fast überall Schluss mit Notstrom. Wenn die Infrastruktur nicht wieder läuft, bleiben die Lichter aus, was in Krankenhäusern, Gefängnissen usw. schlimme Folgen haben würde.

Sorge rechtzeitig vor!

Die Aufzählung bedrohlicher Faktoren bei einem langanhaltenden Stromausfall ließe sich endlos bis ins kleinste Detail fortführen.

Verantwortungsbewusste Menschen, die ihre Familien, Kinder, Freunde usw. beschützen und vor möglichem Unheil bewahrt bzw. alle ausreichend versorgt haben wollen, müssen selbstständig tätig werden und natürlich wissen, was dafür getan werden sollte. Die Regierungsmaßnahmen sind schön und gut und auch begrüßenswert, doch sich darauf zu verlassen, wäre ein Fehler. Das hat sich zu oft erwiesen. Übernimm Verantwortung für Dein Leben und sorge selbständig vor. So entlastest Du staatliche Hilfsorganisationen und unterstütze die Sicherheitskräfte und Helfer. Für jene wäre ein Blackout ebenfalls eine Extremsituation und bedeutet auch für Experten und Helfer Stress ohne Ende.

Zudem kann keiner wissen, welches Szenario letztlich einen Blackout auslösen wird. Ist es ein Krieg, könnte der fehlende Strom das geringste Problem werden. Du siehst, die möglichen Variablen in so einem Fall können vielfältig sein.

In ernsten Krisenfällen kannst Du natürlich nicht nur auf das Böse zählen, sondern noch viel mehr auf die Güte, den Gerechtigkeitssinn und die Courage vieler Menschen, die Anderen in Not helfen werden und die Wiederherstellung einer lebenswerten Infrastruktur nach Kräften vorantreiben. Die positiven Seiten der Menschlichkeit erleben in Krisenzeiten genauso einen Aufschwung wie deren Schattenseiten. Behalte stets auch die konstruktiven Aspekte und Chancen einer Krise im Auge und schaffe Dir nach Möglichkeit ein Netzwerk von Verbündeten mit denen Du gemeinsam effektiver handeln kannst.

Was genau benötigst Du an Ausrüstung für einen totalen Stromausfall?

Du wirst bestimmte Ausrüstung (diverse Gegenstände und Hilfsmittel) brauchen und auch einen mehrmonatigen Vorrat an Nahrungsmitteln und Wasser anlegen müssen. Des weiteren kann es nötig werden, dass Du Dich, Deine Familie oder Dein zu Hause verteidigen musst.

Für all diese Punkte möchte ich Dir eine grundlegende Checkliste anbieten, die Dir helfen soll, Dich für den Fall eines langfristigen Stromausfalls vorzubereiten.

Deine Lebensmittelvorräte für Nahrung und Wasser, sollten für mindestens 4 Wochen bei normalem Verbrauch ausreichen, besser für 3 – 6 Monate oder noch länger.

Investiere vor allem in haltbare Nahrungsmittel und beachte jeweils die richtige Lagerung.

In einem Deinem Vorrat sollten folgende Dinge enthalten sein:

  • Getreide: Nudeln, Hirse, Hafer(-flocken), Reis

  • Hülsenfrüchte: Bohnen, Erbsen etc.

  • Konserven (Gemüse, Früchte, ggf. Fleisch)

  • Fertignahrung

  • Speiseöl

  • Nüsse

  • Samen (Sonnenblumenkerne, Leinsamen etc.)

  • Trockenfrüchte

  • Gewürze

Wasservorrat

  • Mindestens 2 Liter pro Person x 30 Tage = 60 Liter pro Person pro Monat und zusätzlich Wasser zum Waschen

  • Möglichkeiten Regenwasser zu sammeln (Auffanggefäße, wasserdichte Planen etc.)

  • Lerne verschiedene Survivaltechniken, um ausreichend Trinkwasser aus der Natur gewinnen zu können.

TIPP: Lagerfähige Wassersäcke und Vorratstonnen für deinen Notvorrat!

Neben den entsprechenden Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs, benötige noch diverse Ausrüstung und nicht zuletzt einen tauglichen, sinnvoll ausgestatteten Flucht- bzw. Überlebensrucksack.

Für die Ausrüstung im Allgemeinen, kann empfohlen werden:

  • Gaskocher (+ mehrere Ersatz-Gaskartuschen (Kalkuliere ruhig 2 pro Woche, auch wenn sie meist länger halten, als man denkt.)

    Alternativ oder dazu sollte eine Feuerschale, ein Grill oder eine Feuerstelle bereit stehen.

  • Heizen: Da elektronische Heizungs- oder Klimasysteme nicht mehr arbeiten werden, musst Du Dir alternative Mittel schaffen, Wärme zu erzeugen. (Klassische Mittel wie entsprechende Bekleidung, Decken, aber auch Imrpovisierte Heizkörper mithilfe von Teelichten oder Dosenfeuer)

  • Alternative Energieversorgung! (Generator; Solarladegeräte (Solar-Powerbanks; Batterien und Akkus, Dynamos etc)

  • Kommunikationsmittel vorbereiten (Handy, Radio, Funkgeräte, Signalspiegel (Morsecode lernen!)…)

  • Beleuchtung (Kerzen, TaschenlampeKurbellampen, Solarlichter, Knicklichter, Fackeln oder auch Öllampen usw.)

  • Hausapotheke (Medikamente, Naturheilmittel, Erste-Hilfe-Ausrüstung usw.)

  • Diverse Hygieneartikel (Klopapier, Seife, Rasierer, Windeln, Taschentücher usw.)

  • Fertig gepackter Überlebens- und Fluchtrucksack mit einer kompletten Outdoor-Ausrüstung! Dieser wird Dir nützlich sein, falls Du Dein Basislager nach draußen verlegen musst. (Außer wichtigen Werkzeugen und Gegenständen gehört auch die richtige Kleidung zu Deiner Ausrüstung (nicht nur für den Fall, dass Du nach draußen musst, um zu überleben, sondern auch falls es kalt ist. Nebst Deiner Kleidung, sind Sonne und Feuer Deine einzigen Wärmequellen in einem Szenario ohne Strom.)

  • Dokumentensicherung: Nimm eine umfangreiche Sicherung Deiner wichtigen Dokumente. Sichere einerseits möglichst die Originaldokumente und lege zusätzlich Sicherungskopien an. Die Sicherungen sollten zusätzlich in „mobiler Form“ vorliegen, sodass diese im Falle einer Flucht leichter mitgeführt werden können, als sperrige Aktenordner usw. (z.B. auf USB-Sticks oder SD-Speicherkarten, notfalls auf CD). Darin sollten alle wichtigen Daten über Dich von Ausweisen bis zu Abschlüssen enthalten sein, damit Du Deine Identität damit nach einer Krise nachweisen/ beweisen kannst, falls nötig. Lagere deine Speichermedien z.B. in einer wasserdichten, bruchsicheren Box.

Außerdem solltest Du für Dein Wohngebiet relevante Faktoren berücksichtigen

Lebst Du in einem abgelegenen Gebiet, wo Du gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten werden könntest?

Könnte Dir gegebenenfalls Hochwasser, Waldbrände oder eine andere zusätzliche Gefahr neben marodierenden Banden von Plünderern, Raubüberfällen oder militärischer Präsenz drohen?

Du selbst weißt am besten, welche Gefahren für Dein Wohngebiet typisch sind. Berücksichtige diese Gefahrenquellen hinreichend, auch wenn es derzeit unwahrscheinlich wirkt, dass diese zu einer Bedrohung werden. Im Falle eines flächendeckenden Stromausfalles, egal wodurch dieser verursacht worden sein mag, sind weitere Überraschungen so gut wie möglich zu vermeiden.

Aller Anfang ist schwer…

Wenn Du neu im Thema bist, wirst Du vielleicht leicht den Überblick verlieren oder Dir noch nicht so Recht vorstellen können, was im Falle eines Blackouts tatsächlich passieren wird.

Orientiere Dich bei der Vorbereitung für den Einstieg ruhig auch an offiziellen Checklisten, wie der des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, welches auch einen kompakten Leitfaden für den Einstieg in diese Materie bereithält (HIER KLICKEN).

Bedenke allerdings, dass die dortigen Angaben nur eine Orientierung bieten und dass ebenso viele Punkte keine Berücksichtigung finden! Ein Vorrat, der nur für 10 Tage kalkuliert wird, ist in vielen Fällen nicht nur zu klein bemessen, sondern wirkt aus unserer Sicht, fasst wie ein schlechter Witz, der wohl beruhigend auf die Menschen wirken soll. Nutze die Möglichkeiten, Dich bei Menschen vom Fach über das Szenario und Möglichkeiten zur Vorbereitung zu informieren.

Ergänze die obige Liste bewusst und Deinen persönlichen Zielen und Anforderungen entsprechend.

Wir werden weitere Artikel zu diesem Thema veröffentlichen, in denen Du ergänzende Informationen zu allen Einzelheiten sowie zu wichtigen Strategien erhältst.

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