10 Tipps für das Überleben in der Wildnis

10 Tipps zum Überleben in der Wildnis!

Überleben in der Wildnis, Wald, Outdoor-Survival

Arbeite mit der Natur, niemals gegen sie! – Um sicher und vor allem längere Zeit in der Wildnis zu überleben, muss man mit der Umwelt verschmelzen. In der Wildnis sind jeder Ort und jede Situation einzigartig und erfordern, dass Du Dich flexibel darauf einstellst. Denn dort draußen kann man nichts erzwingen und nur das nutzen, was einem geboten ist. Gehe dabei immer respektvoll mit der Natur um. Achte darauf, so wenig Schaden wie möglich an der Pflanzen- und Tierwelt zu verursachen. Nutze die verfügbaren Ressourcen in Dankbarkeit. Nimm nur so viel, wie Du wirklich brauchst. Gier kann einen dort draußen genauso umbringen, wie in der Zivilisation. Achtsamkeit gibt grundsätzlich den besten Schutz vor Fehltritten. In diesem Sinne, sei gut zu Mutter Natur, dann ist sie auch gut zu Dir.

1. Sei immer achtsam!

Achtsamkeit garantiert Dir die höchst mögliche Überlebenschance, steigert Deine allgemeine Sicherheit, gewährt den besten Schutz vor tödlichen Fehlern (z.B. bei der Zubereitung von Nahrung, beim Bau von Unterkünften, der Wahl des Lagerplatzes o.ä.), schützt vor Unfällen, Verletzungen, Krankheiten und Vergiftungen sowie vor sämtlichen denkbaren Notsituationen. Viele in der Zivilisation harmlos verlaufende Verletzungen und Erkrankungen, können bei mangelhaften Möglichkeiten und Kenntnisse zur richtigen Versorgung in der Wildnis  lebensbedrohliche Konsequenzen haben. Achtsamkeit ist ein wesentlicher Aspekt Deiner für Krisensituationen notwendigen mentalen Einstellung und „Mind-Culture“. Sie ermöglicht Dir präventiv richtig zu entscheiden und zu handeln. So wirst Du Deine körperlichen wie mentalen Ressourcen sinnvoller einsetzen, viel Energie sparen und den Fokus auf den Wesentlichen Dingen halten können.

2. Behalte Deine Prioritäten im Auge!

Die Natur gibt Dir nur eine bestimmte Zeit lang Tageslicht. Diese muss richtig eingeteilt werden. Setze Deine Prioritäten entsprechend den realen Erforderlichkeiten und Anforderungen in der Wildnis. Bei Eiseskälte brauchst Du unmittelbar einen Witterungsschutz und Wärme (Unterschlupf,  Feuer usw.). Nur so hast Du  überhaupt genug Zeit ein Feuer zu entzünden und einen Unterschlupf zu bauen, in dem Du sicherer vor Unterkühlungen und Erfrierungen bist. Auch bei extremer Hitze, in der Wüste beispielsweise, brauchst Du schnell einen Witterungsschutz, nämlich vor Sandstürmen und Sonnenstrahlung. Außerdem auch ausreichend Wasser, anschließend einen Schlafplatz, Feuer und warme Kleidung usw., da es nachts in Wüsten ziemlich kalt wird. Jede Klimazone birgt eigene Gefahren und konfrontiert den Überlebenden mit ganz eigenen Herausforderungen. Es gilt die wichtigsten Dinge nie aus den Augen zu verlieren. Setze Dir immer klare Ziele! Eine sorgfältige Analyse der Gegebenheiten, objektiven und subjektiven Gefahren und verfügbaren Ressourcen, sowie eine entsprechende Vorbereitung, körperlich, geistig und in Sachen Ausrüstung, garantieren Dir, dass Du Deine Prioritäten (auch über die grundlegenden Überlebensprioritäten hinaus) erkennen und Dich daran orientieren kannst. Ein klarer Blick dafür, was als nächstes zu tun ist, vereinfacht das Überleben in der Wildnis ungemein.

3. Denke rechtzeitig an einen Unterschlupf!

Vor allem im Winter oder nachts ist eine vor der Witterung schützende Unterkunft oder eine andere Art von Unterschlupf absolut wichtig. Deine vorübergehende Behausung muss immer den realen Bedingungen der Situation entsprechend sinnvoll gewählt sein. Je nachdem stehen dabei Aspekte wie Witterungsschutz bzw. Wärme und Trockenheit oder auch eine erhöhte Position (Schutz vor Nässe und „Bodentieren“) und Tarnung klar im Vordergrund. Eine Unterkunft steht hoch oben auf der Liste der Dinge, um die Du Dich vor Einbruch der Dunkelheit gekümmert haben solltest. Ein Dach sollte möglichst wasserdicht sein und Regenwasser ableiten können (Neigung einplanen), eine Wand stabil und Deine „Liegestatt“ gut isoliert oder ausreichend hoch über dem Boden sein.. Deine Unterkunft muss den realen Bedingungen angepasst und an einem sicheren Ort eingerichtet sein. Außerdem solltest Du, bei bodennahen Unterschlupfen im Freien,  Abflussgräben rund herum anlegen, damit Regenwasser abfließen kann. Das ist besonders wichtig, wenn Dein Unterschlupf an einem Hang gelegen ist.

Für kurzfristige Notsituationen bei entsprechendem Klima genügt ein einfaches V-Shelter oder eine aufgespannte Zeltplane. Auch eine Schrägdach-Konstruktion kann Dir je nach Verhältnissen über Nacht einen guten Unterschlupf bieten.

4. Achte bei der Wahl Deines Lagerplatzes auf mögliche Gefahren aus der Umwelt!

Achte auf Gefahren aus der Natur, wie Lawinen, Erdrutsche, Steinschläge, Erdbeben, Tsunamis, Hochwasser und Überschwemmungen, Sturzfluten, Waldbrände oder auch Gewitter und Stürme. Was immer es ist, Du musst die Gefahrenquelle mit in deine Planung, z.B. Deines Lagerplatzes, Deiner Marschrichtung etc. integrieren, was vor allem für Deine Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist. Prioritäten müssen gegebenenfalls an die neuen Fakten angepasst werden. Plant man ein Lager in einer natürlichen oder selbst geschaffenen Senke zu errichten, dann muss sichergestellt werden, dass das Wetter mitspielt. Wenn Du nass geregnet wirst oder Deine Behausung unerwartet geflutet wird, hast Du mehr als ein Problem. Besonders in Hanglage sind Lagerplätze von ins Tal „herabstürzenden“ Wassermassen nach Regenfällen bedroht. Aber auch Lawinen und Steinschläge könnten eine Rolle spielen. Es gibt unzählige Beispiele für ungünstige Lagerplätze, sei also auf der Hut und checke die Lage so gründlich wie möglich, bevor Du Dich daran begibst, ein Lager aufzuschlagen.

5. Für Deine Nahrung gilt: „Iss nur, was Du sicher als essbar und ungiftig identifiziert und richtig zubereitet hast!“

Am besten garst Du Deine Nahrung immer eine Weile vor dem Verzehr. Das gilt insbesondere für tierische Nahrungsmittel. Orientiere Dich vornehmlich an leicht verfügbaren Nahrungsquellen. Die folgenden Optionen sichern Dir geringen Energieaufwand bei sehr gutem Ertrag. 1. Nahrung und Material aus pflanzlicher Herkunft. Pflanzen bieten alles was Du brauchst und sind in der Regel immer in ausreichender Menge vorhanden. 2. Insekten und anderes Kleinstgetier ist einfach zu beschaffen und deren Nährwert verhält sich oft proportional zum Ekelempfinden 3. Nutze eventuelle Möglichkeiten Muscheln und Krebse zu sammeln bzw. zu Fischen, wenn Du Dich dazu genötigt siehst. Verschwende nicht zu viel Zeit und Energie an aktives, möglicherweise aussichtsloses Jagen. Zur Not stellst Du lieber Fallen auf, z.B. eine Springfalle und schaust von Zeit zu Zeit nach, ob Du etwas gefangen hast und kümmerst Dich währenddessen um andere Dinge, die ebenfalls für Dein Überleben in der Wildnis entscheident sind, zum Beispiel Wasserquellen erschließen oder Ausrüstung improvisieren.

6. Wahre stets die Orientierung!

Du musst immer wissen, wo Du bist und welchen Kurs Du gegenwärtig verfolgst. Wenn Du regelmäßig Deine Position und Route überprüfst, wirst Du immer rechtzeitig feststellen, wenn Du vom richtigen Weg abgekommen bist, also Deine Route korrigieren können, bevor Du Dich verirrt hast. In einer Notsituation kann es tödliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn Du Dich verlaufen würdest. Nutze zur Orientierung natürliche Möglichkeiten wie die Sterne (z.B. den Polarstern), die Sonne bzw. ihren Stand (z.B. mit einem Schattenkompass), den Mond oder bestimmte Merkmale der Vegetation (Mooswuchs usw.), sowie markante Geländepunkte, also Merkmale der Landschaft (z.B. hohe Bäume, Felsen, Berge, auffällige Objekte). Für wirklich weite und gefährliche Märsche kannst Du über die Anschaffung und das Training mit einem GPS-Gerät oder einem militärischen Kompass nachdenken. Doch verlasse dich niemals auf die Technik!

7. Koche Wasser aus der Natur nach Möglichkeit ab!

Potentiell tödliche oder einfach widerwärtige Parasiten (z.B. Leberegel), befinden sich auch an und in Gewässern augenscheinlich guter Qualität. Ferner können Kotreste an Beutetieren oder Wildpflanzen unerwünschte Infektionen nach sich ziehen. Wer will schon Lungenwürmer bekommen? Also: Besser einmal in heißes Wasser tauchen, auf heißen Steinen garen oder im Feuer rösten, statt Risiken einzugehen, wenn gewisse Zweifel bestehen sollten!

8. Wasser zweifelhafter Qualität ist immer zu filtern!

Es gibt sowohl mobile Wasserfilter als auch Möglichkeiten Behelfe zu nutzen, wie z.B. einen klassischen Do-it-yourself-PET-Filter. Zerstoßene Kohle ist übrigens ein sehr nützlicher Stoff, der nicht nur verschiedene Giftstoffe binden kann, sondern auch für viele andere Zwecke genutzt werden könnte. Trainiere rechtzeitig die Improvisation eines brauchbaren Survival-Filters oder sorge dafür, dass Du stets eine professionelle Filterlösung mit Dir führst.

9. Lege nach Möglichkeit immer Vorräte an!

Dies gilt für Lebensmittel und Wasser wie für alle anderen Materialien aus der Natur, die Dir nützen könnten. Wichtige Pflanzen oder ein begehrtes Bau- oder Zundermaterial, kannst Du unterwegs einpacken und im Lager verarbeiten. Nahrungsmittel wie Früchte, Wurzeln und Fleisch lassen sich auf unterschiedliche Weise konservieren. Verschwende nichts leichtfertig und nutze nach Möglichkeit jede Gelegenheit, um Ressourcen aufzustocken.

10. Kümmer Dich um die Versorgung eventueller Verletzungen!

Verletzungen, seien diese auch noch so klein, sollten unter natürlichen Bedingungen rasch versorgt werden. Wunden sind möglichst mit abgekochtem Wasser zu reinigen und vor Wiederverschmutzung zu schützen. Wundinfektionen sind unbedingt zu vermeiden, darum ist die richtige Versorgung von Verletzungen sehr wichtig. Nutze auch Naturheilmittel, sowohl für die Behandlung von Wunden usw., als auch zur Therapie bei unterschiedlichen Erkrankungen. Der Stress in Notsituationen kann übrigens unmittelbar in psychosomatische Erkrankungen münden, die dann ebenfalls überlebt werden müssen. Stell Dir einmal vor, du hättest die Symptome einer akuten Magen-Darm-Grippe, mit Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen plus Schüttelfrost irgendwo in der Natur und schwere Ausrüstung bei dir und noch hundert Kilometer zu laufen. Dies gibt Dir schnell einen Eindruck davon, wie die Überlebensprioritäten sich recht spontan völlig verlagern könnten. Und davon wie wichtig es werden kann sich effektiv selbst behandeln zu können. Noch extremer wäre ein Knochenbruch oder eine andere Art schwerer Verletzung, durch einen Sturz beispielsweise. Eigne Dir auch für so ein Szenario brauchbare Grundtechniken an, um Deine Verletzung halbwegs gut zu versorgen. Du solltest wissen wie man Brüche schienen und schwere Bluttungen stoppen kann.

Fazit

Wenn Du die oben beschriebenen Hinweise beachtest, hast Du bereits sehr gute Chancen dort draußen zu überleben. Freilich gibt es noch unendlich viel mehr über das Leben und Überleben in der Natur zu sagen oder zu lernen.

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